Hausarztpraxis Margarete Falbe

Tipps für Ihre Gesundheit


Info zum Thema: Impfen gegen Krebs?

In der Presse viel und kontrovers diskutiert wird die „Impfung gegen Krebs“.
Damit ist die Impfung junger Mädchen und Frauen gegen die (sexuell übertragbaren) HPV (Humane Papillom) Viren gemeint, die wesentlich zu der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses beitragen (Typ 16 und 18).

Diese Viren sind weltweit weit verbreitet und verursachen neben Tumoren auch Genitalwarzen.
Seit 2006 gibt es zwei Impfstoffe gegen die krankheitsverursachenden Subtypen der HPV Viren (z.B. Gardasil). Die ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung bei allen Mädchen von 12 bis 17 Jahren, um o.g. Krankheiten in der Zukunft stark zurückzudrängen.
Bei der Immunisierung werden drei Impfdosen verabreicht und regen den Körper (möglichst vor der Erstinfektion) an, Abwehrstoffe gegen HPV zu bilden, so dass es nicht zu einer Ansteckung und evtl. Folgekrankheiten kommt.
Dieser Schutz vor Infektionen ist nachgewiesen. Eine Langzeitbeobachtung, wie viele Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses und wie viele Genitalwarzenerkrankungsfälle über die Jahrzehnte verhindert werden, gibt es naturgemäß noch nicht. Der Ansatz ist jedoch so innovativ und vielversprechend, dass sowohl der Entdecker des Zusammenhangs zwischen Infektion und Karzinom mit dem Nobelpreis, als auch der Entwickler und Hersteller des Impfstoffes mit dem Prix Galien International bedacht wurden.
Auch wurde die Verträglichkeit diskutiert, es kam im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung zu 2 Todesfällen. Nach aller wissenschaftlicher Erkenntnis standen diese jedoch nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dieser. In millionenfacher Anwendung war der Impfstoff sicher und gut verträglich.
Unverzichtbar bleibt auch bei geimpften Frauen der jährliche Vorsorgetest beim Gynäkologen.